Castelnovo ne' Monti

Offizielle Städtepartnerschaft seit 28. Juni 2003

 

www.comune.castelnovo-nemonti.re.it

 

Bürgermeister ( Sindaco ) Enrico BINI

 

Zu Castelnovo ne’ Monti gehören die Ortsteile:

Cagnóla, Campolungo, Costa de' Grassi, Felina, Frascáro, Gatta, Garfagnolo, Ginepreto, Gombio, S. Giovanni, Villaberza und Vologno.

 

Einwohnerzahl ca. 10100, Fläche 96 km².

Höhe ü. NN ca. 700 m.

 

Die Stadt liegt in der Region Emilia-Romagna in den Apenninen, 45 Kilometer von der Stadt Reggio Emilia entfernt an der Staatsstraße Nr. 63.

Castelnovo ist bekannt durch die Pietra di Bismantova, einen der markantesten Berge mit einer Höhe von 1047m in den nördlichen Apenninen. Die „Pietra“ kann aus einer Entfernung von 30 km gesehen werden.

Castelnovo ne’ Monti ist ein modernes Zentrum mit Hochschulen, kleinen Geschäften, Supermärkten, einem Krankenhaus und vielen sozialen Diensten. Die soziale und ökonomische Struktur ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt und stützt sich auf den Anbau von Futter, Weintrauben und Hülsenfrüchten. Neben diesen Erzeugnissen wird aber vor allem der exklusive Parmesankäse, der „Parmigiano Reggiano“, hergestellt. In den Gaststätten sind unter anderem verschiedene Waldprodukte erhältlich, wie beispielsweise Maronenpilze, die an Ort und Stelle für den Export gedörrt und verpackt werden, sowie Kastanien, die fast ausschließlich frisch verzehrt werden. Die örtliche Industrie ist immer noch wenig entwickelt und besteht überwiegend aus Handwerksbetrieben. Es gibt einige Keramikbetriebe, sowie einige Bauunternehmen und die weltbekannte Glockengießerei Capanni.

Tourismus

Mit dem Tourismus wurde eine neue Erwerbsquelle für das Gebiet erschlossen. Die Einrichtungen für den Sommer- und Wintersport wurden ausgebaut und Handel und weitere Dienstleistungen wurden verbessert. Im Winter sind die Skistationen von Febbio, Ospitaletto, Ceretto Laghi und Ventasso sowie die Langlaufstation von Ramiseto geöffnet. Im Sommer bieten sich verschiedene Ausflüge auf befestigten Wegen an, und auf einigen Berghütten gibt es Übernachtungsmöglichkeiten für die Wanderer.

Außerdem findet das jährliche Fußballturnier „Berg“ statt, an dem verschiedene Mannschaften aus den Dörfern des Gebiets teilnehmen. Ebenso wird die „Rallye des Apennin“ von Reggio Emilia durch das Land der Matilde von Canossa durchgeführt. Auch Thermalquellen, wie die von S. Lucia in Busana oder die Quara di Toano laden zur Erholung ein.

Nicht wegzudenken in der Region ist der jedes Jahr Ende September stattfindende Jahrmarkt San Michele.

Geschichte

Die Geschichte des Landes beginnt im Mittelalter, als das Land im Besitz der Gräfin Matilde aus Canossa war und von großer Bedeutung während des hundertjährigen Investiturstreits zwischen der Kirche und dem Kaiserreich war. Aus dieser Zeit stammt der Ausdruck vom „Gang nach Canossa“, der durch Kaiser Heinrich IV  weltbekannt wurde, als dieser sich mit seinem Bußgang nach Canossa im Jahr 1077 von der Bannung durch Papst Gregor VII lösen musste. Später brach die Zeit der freien Städte an, die jedoch bald durch die Herrschaft der Stadtgemeinden abgelöst wurde.

Nach dem Anbruch der Signorie hatte man größeres Interesse am Berggebiet, das Holz und andere Waren lieferte und das auch eine besondere Rolle beim Handel mit den Regionen des ligurischen und tyrrhenischen Hanges sowie den sich dort entwickelnden Handelsunternehmen spielte. Das Gebiet war im Besitz einiger örtlicher Familien, wie den Vallisneri und den Da Dallo und wurde im 15. Jahrhundert bis zur Vereinigung Italiens Eigentum der Estensi.

Im 20. Jahrhundert erlebte das Berggebiet der Reggio Emilia eine der größten Naturkatastrophen durch das Erdbeben im Jahre 1920. Auch die Anwesenheit der Partisanen führte zu vielen tragischen Ereignissen.

Sehenswürdigkeiten

Der historische Stadtkern von Castelnovo ne’ Monti hat sich zwischen 1300 und 1400 nach Christus entwickelt und um den antiken „Waffenplatz“ herum (heute Platz des 1. Mai) stehen heute noch kostbare architektonische Bauten aus dem 14., 17., und 18. Jahrhundert. Der Herzogspalast, von den Estensi zwischen 1820 und 1830 erbaut, ist heutzutage Sitz der Hochschulen und war früher eine Kaserne der Carabinieri. Vom Schloss Castelnovo ist heute nur noch eine Ruine mit wenigen Überresten zu sehen. Der zylindrische Turm des Schlosses Felina aus dem 15. Jahrhundert ist bis heute erhalten geblieben und wird wegen seiner Form „die Salami“ genannt.

Eines der schönsten Monumente von Castelnovo ne’ Monti ist die Pieve, die sich erst auf dem Stein von Bismantova befand und im Jahre 1200 an den jetzigen Ort verlegt wurde. Obwohl sie eine der größten und wichtigsten Kirchen der Reggio Emilia ist,  war sie bereits ein Jahrhundert später baufällig. Im 15. Jahrhundert gab es nahezu 30 Kirchen, deren Zahl sich in den folgenden Jahrhunderten stetig vergrößert hat. Unter einem der größten Überhänge des „Steines“ wurde 1400 eine kleine Wallfahrtskirche errichtet, die neben einer benediktinischen Einsiedelei liegt.

Illingen pflegt zurzeit eine offizielle Partnerschaft mit Castelnovo ne’ Monti und Freundschaften mit Thonhausen, Elchesheim-Illingen, Illingen/Saar und Jánossomorja.

Ziel des „Vereins für Städtepartnerschaft Illingen e.V.“ ist es auf diesen europäischen Wurzeln aufzubauen, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Illingen in die Projekte einzubinden und so Europa für sie erlebbar zu machen.

Besucherzaehler

Illingen-damals und heute